Lensbaby, das fokussierte Wunderding!
Ob ein Lensbaby nun ein geniales Werkzeug oder nur Spielzeug für die Digitalkamera ist sollte jeder für sich selbst entscheiden. Was ist denn aber nun überhaupt ein Lensbaby? Ein Lensbaby ist ein sogenanntes Tilt-und-Shift Objektiv, und sprengt so kreative Grenzen des ambitionierten Fotografen.
Ein Lensbaby ist ein Objektiv das mit einer festen Brennweite arbeitet, und aus einem rohrenförmigen Balgen besteht der mittels einer Feder in Längsrichtung des Objektives gespannt wird an dessen Ende sich die Linse befindet. Durch diese Art der Konstruktion ist das Objektiv extrem flexibel, kann gestaucht, gebogen oder gedehnt werden und ermöglicht damit kreative und aussergewöhnliche Aufnahmesituationen. Durch die Bewegung des Objektives in die gewünschte Richtung wird das Bild fokussiert und gleichzeitig der Fokuspunkt der Aufnahme festgelegt.
Die Schärfe einer Aufnahme mit einem Lensbaby ist auf einem bestimmten Punkt festgelegt, und nimmt rund um diesen bis in die Ränder des Bildes ab, der sogenannte Sweetspot. Das Lensbaby wird also entlang der optischen Achse verschoben, und kann mit Hilfe unterschiedlicher Scheiben (mit unterschiedlich großen Löchern) abgeblendet werden.
Das Lensbaby kann an nahezu jede digitale Spiegelreflexkamera angebracht werden, da Anschüsse für die meisten Kamerasysteme verfügbar sind. Mittlerweile gibt es 4 verschiedene Lensbabies, die laut Hersteller unterschiedliche Typen von Fotografen ansprechen sollen. Es geht natürlich eher um die Art wie man fotografiert, und welche Anforderungen man an seine fotografischen Ergebnisse hat.
Zur Auswahl stehen das “Original-Lensbaby” mit einer unvergüteten einzelnen Linse, sowie das “Lensbaby 2.0″, das “Lensbaby 3G” und das “Lensbaby Composer”.
Das Lensbaby 2.0 ist lichtstärker als das Original und erzeugt knackigere Aufnahmen, mithilfe einer vergüteten zweilinsigen Optik. Der Name unter dem es vertrieben wird, für alle Insider und die die es werden wollen ist “Muse”.
Das Lensbaby 3G unterscheidet sich im Vergleich zum Muse, durch die zusätzliche Möglichkeit der Fixierung und nachfolgenden Feinjustierung. Das Lensbaby 3 G, hört auf den wundervollen Namen “Control Freak” und wird in Mittelformat Varianten mit Brennweiten von 80mm und 100mm angeboten.
Das letze “Baby” in der Reihe ist der “Composer” welcher in Funktion und Umfang den anderen Objektiven entspricht, jedoch die gewünschte Position durch Verdrehen des Objektives auf einem Kugelgelenk erreicht wird.
Muse, Control Freak und Composer unterstützen das neue Objektivvorsatzsystem, welches unterschiedliche Unschärfecharakteristika erzeugt. Mit Hilfe des Objektivvorsatzsystem lassen sich zum Beispiel die Optik einer Lochkamera nachempfinden, oder Aufnahmesituationen erzeugen die eher einer Einwegkamera mit Plastiklinse gleichen als einer digitalen Spiegelreflexkamera.
Die Preise für das Lensbaby System starten bei 70,- € für das Lensbaby Muse und enden beim Lensbaby Composer bei ca. 170,- €. Das Macro-Kit welches optional erhältlich sollte nicht mehr als 30,- € im Fachhandel oder online kosten.
How to use Lensbaby Video
Für alle die sich diese faszinierende “Spielzeug” zugelegt haben oder zumindest mit dem Gedanken spielen, möchten wir noch ein Video des Entwicklers (Craig Strong) präsentieren. Viel Spaß!






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